Vernissage am 26. Februar 2016 um 20:00 Uhr

Kunstverein Kaponier Vechta, Florian Pelka im Jahresprogramm 2016Die Malereien Florian Pelkas sind figurative wie auch abstrakte Bildräume. In ihnen durchkreuzen sich eine eigendynamische Farbgebung und gegenständliche Motive, die den unterschiedlichsten Wirklichkeitsebenen entspringen. Die Materialität der Bilder bietet ein mitunter künstlich anmutendes, strahlendes Kolorit, das an die Lichtfarben von Monitoren, Displays und Reklame erinnert. Allemal sind sie ein romantischer Bildraum. Von dünnen Lachen und gestäubten Partien bis zu gerakelter oder geworfener Farbe ist die Materialästhetik für sich genommen ein entscheidender Motor für das Bildgeschehen. Die Figuration wird fragmentarisch und collagiert aufgerufen. Das Vokabular erstreckt sich bei Pelka auf moderne Kennzeichen unserer Zeit, die urbane und medial geprägte Umwelt, aber in der kollektiven Erfahrungswelt auch auf abendländische Kulturgeschichte, wissenschaftliche Modelle oder ikonografische Verdichtungen, von Piktogrammen bis zu Inkunabeln der Kunst. In diesen Kaleidoskopen wird Bekanntes abgerufen, doch gleichzeitig werden die herkömmlichen Bezüge aufgelöst und neu verknüpft.Kunstverein Kaponier Vechta, Konquistadoren von Florian Pelka

Florian Pelka wurde 1971 in Berlin geboren. Sein Studium der Philsophie/Literaturwissenschaften an der FU Berlin (1991-1997) schloss er mit dem ersten Staatsexamen ab. Von 1993 bis 1994 folgte das Studium der Philosophie/Ästhetik an der Universität Paris VIII, Licence. Von 1984 bis 2000 studierte er Bildende Kunst an der UDK Berlin, Klasse Georg Baselitz, erstes Staatsexamen. 2001 war er Meisterschüler von Prof. G. Baselitz.