Helmut Helmes

Aus der Nähe betrachtet, lösen sich die Motive der Bilder von Helmut Helmes in abstrakte Pinselstriche auf, die sich zu verselbständigen scheinen. Im Innehalten zwischen Gestaltfindung und strudelnder Formlosigkeit verschiebt sich die Aufmerksamkeit auf die Malerei an sich. Hier entwickeln Helmut Helmes’ Werke ihre besondere Kraft. Konturen, die eben noch anatomische Details bezeichneten, geben sich als mehrschichtige Farbflächen zu erkennen. Das Bild zerfällt, doch der Wunsch, die einzelnen Pinselspuren und Farbanhäufungen genauer zu untersuchen, wächst. Erst im Zurücktreten wird das Sujet wieder als Ganzes lesbar – nun aber bereichert um das Erlebnis von Delikatesse und Opulenz des gleichsam an Rembrandt oder De Kooning erinnernden Farbauftrags sowie um die Faszination einer sich auflösenden und erneut konstituierenden Malerei.

Corona Unger

 

Helmut Helmes, geb. 1949 in Lohne, Studium der Malerei an der Hochschule für Künste in Bremen. Lebt und arbeitet in Vechta.

Vernissage: Fr, 14. Sep. 2018, 20:00 Uhr
Ausstellung: 14. Sep. 2018 bis 07. Okt. 2018